So sehen die neuen Einsatzbefehle unserer zukünftigen Freiwilligenarmee unter Guttenberg und BILD aus:
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Die neuen Einsatzbefehle sind da
Idioten und Arme an die Front
Unser Bundesselbstverteidigungsminister, formerly known as Lügenbaron, formerly known as Dr. jur. Karl Theodor zu Guttenberg, verlangt die Umstellung der Bundeswehr zu einer Freiwilligenarmee. Prinzipiell habe ich gegen diese Art der Neustrukturierung nichts einzuwenden, war es doch schließlich über lange Jahre Praxis, junge Menschen wahllos einzuziehen, die kein Interesse am Dienst an der Waffe hatten, während Freiwillige gezielt abgelehnt wurden.
Die aktuelle Planung des Bundesverteidigungsministers schlägt dem Fass der Verantwortung allerdings dem Boden aus.
"Idioten und Arme an die Front" vollständig lesen »
Die aktuelle Planung des Bundesverteidigungsministers schlägt dem Fass der Verantwortung allerdings dem Boden aus.
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Montag, 11. Oktober 2010
Synonym für Doppelmoral: Stephanie zu Guttenberg
Vor ein paar Tagen schrieb ich schonmal 2 Artikel über Stephanie zu Guttenberg und die RTL2-Sendung "Tatort Internet". Im zweiten Artikel mutmaßte ich sogar:
Spätestens seit heute muss ich diese Meinung revidieren. Frau zu Guttenberg lässt sich von der BILD vor einen medialen Auflagensteigerungskarren spannen, ohne wirklich das zu vertreten, was sie in ihren Aussagen von sich gibt. BILD.de titelt heute:

Im reißerischen Stil wird in dem Artikel geschildert, wie mutmaßliche Kinderschänder jetzt die Kinderschutz-Hotlines terrorisieren:

Das war für mich Anlass, heute vormittag einmal selbst mit der Kinderschutz-Organisation N.I.N.A. zu telefonieren, um diese Aussage zu prüfen. Dort gab man mir die Auskunft, dass direkt nach der erwähnten TV-Sendung die Leitungen zeitweise blockiert waren. Allerdings waren es nicht mutmaßliche Kinderschänder, die im Alleingang die Leitungen blockierten, sondern die Gesamtzahl der Anrufe, auch von Hilfe- und Informationssuchenden. Zwar stieg die Zahl der Schmähanrufe im Vergleich zu anderen Zeiten an, sie alleine waren aber nicht ausschlaggebend für die Telefonüberlastung.
"Besonders während der Beratungszeiten kommt es eigentlich häufig zu Überlastungen der Leitungen", erklärte mir eine Mitarbeiterin der Beratungshotline. Falsch ist jedoch der Eindruck, den die BILD vermittelt, nach dem die Leitungen seit Tagen von mutmaßlichen Kinderschändern blockiert würden.
Glücklich ist man dort über der BILD-Berichterstattung auch nicht unbedingt, man klärte mich allerdings auf "...dass wir die BILD-Zeitung nicht ins Haus geholt haben."
Bezüglich der Aussagen der BILD bat man mich, direkt mit "Innocence in Danger" in Verbindung zu treten. Ironischerweise schlug das fehl, weil "dieser Anschluss vorübergehend nicht erreichbar" ist. "Synonym für Doppelmoral: Stephanie zu Guttenberg" vollständig lesen »
Ich stelle hier nicht die Motivation der Frau zu Guttenberg in Frage. Ich glaube auch nicht, dass sie den Kinderschutz aus rein öffentlichkeitswirksamen Gründen vertritt. Ich vermute schon, dass sie es ehrlich meint.
Spätestens seit heute muss ich diese Meinung revidieren. Frau zu Guttenberg lässt sich von der BILD vor einen medialen Auflagensteigerungskarren spannen, ohne wirklich das zu vertreten, was sie in ihren Aussagen von sich gibt. BILD.de titelt heute:

Im reißerischen Stil wird in dem Artikel geschildert, wie mutmaßliche Kinderschänder jetzt die Kinderschutz-Hotlines terrorisieren:

Das war für mich Anlass, heute vormittag einmal selbst mit der Kinderschutz-Organisation N.I.N.A. zu telefonieren, um diese Aussage zu prüfen. Dort gab man mir die Auskunft, dass direkt nach der erwähnten TV-Sendung die Leitungen zeitweise blockiert waren. Allerdings waren es nicht mutmaßliche Kinderschänder, die im Alleingang die Leitungen blockierten, sondern die Gesamtzahl der Anrufe, auch von Hilfe- und Informationssuchenden. Zwar stieg die Zahl der Schmähanrufe im Vergleich zu anderen Zeiten an, sie alleine waren aber nicht ausschlaggebend für die Telefonüberlastung.
"Besonders während der Beratungszeiten kommt es eigentlich häufig zu Überlastungen der Leitungen", erklärte mir eine Mitarbeiterin der Beratungshotline. Falsch ist jedoch der Eindruck, den die BILD vermittelt, nach dem die Leitungen seit Tagen von mutmaßlichen Kinderschändern blockiert würden.
Glücklich ist man dort über der BILD-Berichterstattung auch nicht unbedingt, man klärte mich allerdings auf "...dass wir die BILD-Zeitung nicht ins Haus geholt haben."
Bezüglich der Aussagen der BILD bat man mich, direkt mit "Innocence in Danger" in Verbindung zu treten. Ironischerweise schlug das fehl, weil "dieser Anschluss vorübergehend nicht erreichbar" ist. "Synonym für Doppelmoral: Stephanie zu Guttenberg" vollständig lesen »
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Tags für diesen Artikel: bild, guttenberg, jugendschutz, kinderschutz, medien, rtl2, tatort internet

Sonntag, 15. August 2010
Google Street View - der Aufreger, der es nicht wert ist
Seit Google bekanntgegeben hat, dass sie mit ihrem Street View starten wollen, reißen die Diskussionen darum nicht ab. Für die einen ist es ein Verstoß gegen Datenschutz und Persönlichkeitsrechte, die anderen sehen es nicht ganz so eng - es geht schließlich nur um Gebäude. Die Polizei, in all ihrer unwissenden Naivität, spekuliert sogar, dass Kriminelle es dann einfacher hätten, Wohnungen auszuspähen.
Ursache der größten Ängste ist eine Schwemme von Fehlinformationen, die von den Medien zum Teil noch befeuert werden. Na ja, "von den Medien" ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. In erster Linie geht es um die laut schreienden, viel rote Tinte benutzenden Boulevardklitschen, wie beispielsweise BILD, tz oder Express.
Auf die Spitze treibt die BILD jetzt die Meinungsmache, indem sie wahllos Leute nach ihrer Meinung über Street View befragt, die ganz offensichtlich keine Ahnung haben, was das überhaupt ist. BILD geht sogar noch weiter und veröffentlicht die Statements OHNE darüber aufzuklären, wie es sich mit Street View wirklich verhält. Und damit schüren sie wieder die völlig überzogene Angst vor Googles neuester Mapping-Aktion.
Aber dazu mehr im BILDblog und bei Medienrauschen.
Was ist denn jetzt bei Street View so gefährlich? Werden tatsächlich Grundstücke und Wohnungen überwacht, wie es so viele unwissende Yellow-Press-Opfer glauben?
Nein, das ist natürlich absoluter Blödsinn. Google hat nicht in jeder Straße fest und dauerhaft Kameras installiert (das wäre tatsächlich ein Verstoß gegen geltende Gesetze), sondern hat seine Kamerawagen durch die Städte geschickt, die Straßenzüge aufgenommen haben. Diese Aufnahmen werden nachträglich noch entschärft, so dass weder Gesichter, noch Kfz-Kennzeichen zu identifizieren sind.
Es ist also absoluter Mumpitz, wenn jemand befürchtet, jetzt beim Nachtsonnen beobachtet zu werden oder befürchtet, seine Kinder würden beim Spielen über Street View überwacht. Warum sich übrigens ausgerechnet Deutschlands A- und B-Prominenz dafür hergibt, in einer Zeitung als völlige Idioten dazustehen, werde ich wahrscheinlich genauso wenig verstehen, wie die Aufregung um Street View selbst. Schließlich kann man über das Satellitenbild in Google Maps sämtliche Häuser schon seit Jahren von oben sehen.
Oh verdammt, hoffentlich liest BILD das jetzt nicht...
Ursache der größten Ängste ist eine Schwemme von Fehlinformationen, die von den Medien zum Teil noch befeuert werden. Na ja, "von den Medien" ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. In erster Linie geht es um die laut schreienden, viel rote Tinte benutzenden Boulevardklitschen, wie beispielsweise BILD, tz oder Express.
Auf die Spitze treibt die BILD jetzt die Meinungsmache, indem sie wahllos Leute nach ihrer Meinung über Street View befragt, die ganz offensichtlich keine Ahnung haben, was das überhaupt ist. BILD geht sogar noch weiter und veröffentlicht die Statements OHNE darüber aufzuklären, wie es sich mit Street View wirklich verhält. Und damit schüren sie wieder die völlig überzogene Angst vor Googles neuester Mapping-Aktion.
Aber dazu mehr im BILDblog und bei Medienrauschen.
Was ist denn jetzt bei Street View so gefährlich? Werden tatsächlich Grundstücke und Wohnungen überwacht, wie es so viele unwissende Yellow-Press-Opfer glauben?
Nein, das ist natürlich absoluter Blödsinn. Google hat nicht in jeder Straße fest und dauerhaft Kameras installiert (das wäre tatsächlich ein Verstoß gegen geltende Gesetze), sondern hat seine Kamerawagen durch die Städte geschickt, die Straßenzüge aufgenommen haben. Diese Aufnahmen werden nachträglich noch entschärft, so dass weder Gesichter, noch Kfz-Kennzeichen zu identifizieren sind.
Es ist also absoluter Mumpitz, wenn jemand befürchtet, jetzt beim Nachtsonnen beobachtet zu werden oder befürchtet, seine Kinder würden beim Spielen über Street View überwacht. Warum sich übrigens ausgerechnet Deutschlands A- und B-Prominenz dafür hergibt, in einer Zeitung als völlige Idioten dazustehen, werde ich wahrscheinlich genauso wenig verstehen, wie die Aufregung um Street View selbst. Schließlich kann man über das Satellitenbild in Google Maps sämtliche Häuser schon seit Jahren von oben sehen.
Oh verdammt, hoffentlich liest BILD das jetzt nicht...
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