Viele Bürger in Deutschland sind sauer und resignieren trotzdem fast über die seltsamen Entscheidungen und Ankündigungen, die unsere Politiker täglich von sich geben. Durch die modernen Kommunikationsmöglichkeiten verbreiten sich diese Dinge aber heute schneller in der Bevölkerung. Wo wir früher noch völlig überraschend vor vollendete Tatsachen gestellt wurden, sind wir heute in der Lage, bereits im Vorfeld von wichtigen Entscheidungen oder Vorhaben zu erfahren und – das halte ich für das Wichtigste – uns darüber auszutauschen und von Fall zu Fall Initiative zu zeigen. Was früher noch im kleinen Kreis diskutiert wurde, kann heute überregional publik gemacht werden und zeigt, dass man oftmals nicht alleine mit seiner Meinung ist.
Auch die Politik hätte die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, um Stimmungen und Meinungen einzufangen und sich ein Bild über die Stimmungslage zu machen. Stattdessen verweilt sie in längst vergangenen Zeiten und sonnt sich in der eigenen, für Politiker typischen Arroganz.
Das ärgert mich gewaltig und das ärgert auch viele andere.
Aber das ist nur ein Punkt, der mir bitter aufstößt. Was mir an unserer Politik mächtig auf den Zeiger geht, möchte ich heute abschließend als vierten Teil meiner Miniserie mal auflisten.
Donnerstag, 12. August 2010
Politik ist böse, Blumen sind schön (Serie Teil 4)
Unsere Politik ist überaltert und nicht lernfähig
Gerade im Bereich der neuen Informationstechnologien ist unsere Politik viel zu starr in vorsintflutlichen Ansichten gefangen. Das Internet? Das ist von Haus aus böse, muss zu Tode reguliert, kontrolliert, überwacht und zensiert werden. Statt die Chance neuer Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen, wird alles, was moderner als ein Stück beschriebenes Papier ist verteufelt. Und wenn sie dann mal etwas Gutes vorhaben, scheitert es an den falschen Vorstellungen alter Männer und Frauen. Die wenigen potentiell guten Vorhaben werden völlig übertrieben zu Tode konzeptioniert.
Import von Fachkräften – unsinnige Arbeitsmarktpolitik
Unsere Industrie und Wirtschaft klagen ständig über Fachkräftemangel. Was fällt der Politik ein? Der Import ausländischer Fachkräfte. Dabei wäre es bei unserer Arbeitslosenquote wesentlich geschickter, vorhandene Arbeitskräfte zu qualifizieren oder fortzubilden, um auf die Art mehr fachlich versiertes Personal zur Verfügung zu haben und zeitgleich den Arbeitsmarkt zu entlasten.
Aber dazu müssten Konzepte her, die mit Industrie und Wirtschaft erarbeitet werden müssten. Das ist umständlich, da ist es bequemer, die Greencard zu verteilen.
Was nicht zieht ist das Argument, Qualifizierungen wären zu langwierig, die Fachkräfte würden sofort gebraucht. Schon zu Beginn der rot-grünen Regierung wurde über fehlende Fachkräfte gejammert – das ist jetzt über 12 Jahre her. Wer selbst studiert hat kann sich ausrechnen, was in so einem Zeitraum mit Qualifizierungen und Fortbildungen hätte erreicht werden können.
Die einzigen Qualifizierungen, die unserer Politik seit Beginn der 1980er einfallen sind aber leider nur Massenumschulungen. Da steckt man so lange wahllos Arbeitslose in Umschulungen für einen bestimmten Berufszweig, bis der Markt völlig übersättigt ist und die Leute hinterher trotzdem auf der Straße stehen. Ich habe das Ende der 80er selbst erlebt, als im mich zum Berufskraftfahrer umschulen ließ. Von 28 voll finanzierten Kursteilnehmern arbeiteten ein Jahr später noch zwei als Fahrer. Einer davon war ich. Alle anderen standen auf der Straße, weil sie entweder keinen Job als Fahrer bekamen oder eigentlich nie Fahrer werden wollten und diese Umschulung nur unter Druck machten.
Sinnvoller wären Qualifizierungen, die auch den Interessen und Fähigkeiten der Arbeitnehmer entsprechen. Da habe ich übrigens auch eine nette Anekdote:
Als ich 1998 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Fahrer arbeiten konnte, beantragte ich eine Fortbildung im Bereich IT/Onlinemedien, weil ich mich mit beiden Dingen auch als Hobby beschäftigte. Ich wurde nicht mal zum Eignungstest zugelassen. Begründung: "Als LKW-Fahrer sind Sie intellektuell nicht in der Lage, einen Computer zu bedienen."
Ein Jahr später wurde ich, aufgrund meiner privaten Websites, von einer Webagentur eingestellt, ohne mich überhaupt beworben zu haben. Soviel über die fehlende Arbeitsmarktkompetenz, die am Rande gleich noch einige Male Erwähnung findet.
Seilschaften unfähiger Regierungspolitiker
Der nächste Punkt, der mich persönlich sehr ärgert, ist die Tatsache, dass in unseren Regierungen seit vielen Jahren Posten nicht mehr nach Qualifikation, sondern aus "Freundschaftsdienst" vergeben werden. Besonders deutlich sieht man das beispielsweise an Wolfgang Schäuble. Dieser überführte Schwarzgeldkurier war plötzlich Innenminister, weil er, laut Merkel, ja der absolute Experte auf dem Gebiet sei. Was er in der Zeit fabrizierte war allerdings durchweg Murks und brachte der Regierung nicht nur Kritik, sondern auch viel Spott und Häme ein. Jetzt ist Wolfgang Schäuble Finanzminister und Angela Merkel ernennt ihn höchstpersönlich zum Superhirn, denn "...er ist absoluter Experte auf dem Gebiet.". Ähm..., ja...
Durch solche Vorgehensweisen, wie sie übrigens auch mit "Zensursula" von der Leyen praktiziert wurde, sinkt mein Vertrauen in die Politik immer gen Nullpunkt.
Eine elitäre Familienministerin, die weder von Familie noch von Politik etwas versteht
Wer auf die selten dämliche Idee gekommen ist, Kristina Schröder zur Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu machen, der gehört normalerweise wegen Unfähigkeit aus der Politik entfernt und weggesperrt. Überall jammern die Politiker, dass unsere Geburtenrate sinkt und Deutschland irgendwann vergreist und ausstirbt. Und was macht Frau Schröder? Sie will die Geburtenrate noch weiter senken und Arbeitslosen und Geringverdienern das Elterngeld streichen. Kinder sollte man sich leisten können, meint sie. Na ja, sie brauch sich nicht sorgen, sie KANN sich Kinder leisten - sie will nur scheinbar nicht.
Mir fällt spontan eigentlich nur ein Grund für dieses Verhalten ein:
Kristina Schröder arbeitet auf das Aussterben der Deutschen hin und verkauft das Bundesgebiet dann später an Holland.
Außen hui, innen pfui – hauptsächlich im Ausland gut dastehen
Das nächste große Ärgernis ist für mich persönlich das Auftreten unserer Kanzlerin in der internationalen Politik. Wo immer es eine Krise, eine Katastrophe oder eine Staatspleite auftaucht, da springt unsere Kanzlerin sofort auf und preist Deutschland als eins der reichsten Länder, das selbstverständlich sofort mit Milliarden in die Bresche springt. Bei Naturkatastrophen kann ich das verstehen. Menschen, die von Tornados, Zunamis, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen betroffen sind, denen soll geholfen werden.
Wenn ich aber sehe, wie Banken sich selbst in die Krise spekulieren, die gesamte Weltwirtschaft mit in diesen Strudel ziehen und hinterher vom Staat aufgefangen und nicht konsequent bestraft werden, dann bekomme ich das kalte Kotzen. Auch die Milliarden für Griechenland, in dem sich übrigens nichts gravierendes geändert hat bis jetzt, nehme ich übel angesichts der Tatsache, dass in Deutschland bei den Ärmsten immer mehr eingespart wird, weil ja kein Geld da ist. Außenpolitisch einen auf dicke Hose machen und innenpolitisch nichts auf die Reihe bekommen, das ist das Bild, welches sich bei mir eingeprägt hat.
Arbeiten bis 67 – nach oben offen
Unsere Politiker sehen keinen anderen Weg, als den Arbeitnehmer bis 67 arbeiten zu lassen, eventuell sogar noch länger. Warum? Weil die Renten nicht mehr sicher sind, weil der Nachwuchs fehlt (den Frau Schröder ja noch weiter reduzieren will). Denkt eigentlich einer von diesen Sesselpupsern mal die unzähligen Handwerker, die oftmals schon mit 60 die Knochen kaputt haben? Welcher Fliesenleger kann mit 67 noch auf den Knien kriechen? Wieviele Metzger zeigen schon mit 60 starke Arthritis und Gicht in den Fingern? Und wer fragt die Bauarbeiter, wie sie mit 67 noch die Leiter hoch kommen? Ich könnte die Liste hier noch über Seiten fortsetzen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war der gute, alte Heinz Erhard, der mal ein Gedicht schrieb, das lautet:
Darauf wird es wohl hinauslaufen.
Kommen wir jetzt zum letzten Punkt für heute, der mich maßlos aufregt. Dieser Punkt ist ein Mix aus Familien-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.
Mama, Papa, macht mich Bildung
Ich weiß, ein völlig falscher Satz. Aber so ähnlich sieht es doch heute aus. Die familiären Bezüge zur Schulbildung der Kinder gehen in zahlreichen Familien heute den Bach runter. Wo Mutti früher das Essen kochte und danach die Hausaufgaben der Kinder kontrollierte, wartet heute, besonders in bildungsschwächeren Familien, mittags der Backofen mit der Tiefkühlpizza und danach sind die Heranwachsenden sich selbst überlassen. Schuld daran ist zum einen die Tatsache, dass in immer mehr Familien mit geringem Verdienst beide Elternteile Vollzeit arbeiten und die Betreuungsmöglichkeiten ab einem gewissen Alter quasi nicht mehr vorhanden sind. Ähnlich verhält es sich bei Alleinerziehenden, die sich teilweise sogar mit zwei Jobs über Wasser halten müssen. Zeit für die Kinder bleibt dann noch am Abend, aber da sind die Eltern dann oft von der Arbeit genervt und mit der Gesamtsituation überlastet.
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich Befürworter der "Heimchen am Herd"-Zeit bin, aber ich behaupte mal, dass Kindererziehung Sache der Eltern sein sollte und dass sie gefördert statt bekämpft werden muss.
Heute muss in zahlreichen Familien der PC, die Spielkonsole oder die Straße das Erziehungsmedium vieler Heranwachsender sein. Was darunter leidet ist oftmals nicht nur das Verhalten, sondern auch die schulischen Leistungen der Heranwachsenden. Auf diese Art ziehen wir uns selbst die arbeitslosen Hilfsarbeiter der Zukunft nach.
Familienpolitik muss wieder pro Familie sein und nicht die Suche nach der schnellstmöglichen Art, beide Elternteile oder Alleinerziehende auf Kosten der Kinder in Steuer bringende Tätigkeiten zu pressen.
So, es reicht für heute. Jetzt ist mir schlecht und ich bin wieder sauer. Ich hätte jetzt Lust drauf, im Dunkeln Politiker zu erschrecken, aber die sind in meiner Gegend so rar. Darum gehe ich jetzt Blumen gucken, denn Politik ist böse und Blumen sind schön.
Gerade im Bereich der neuen Informationstechnologien ist unsere Politik viel zu starr in vorsintflutlichen Ansichten gefangen. Das Internet? Das ist von Haus aus böse, muss zu Tode reguliert, kontrolliert, überwacht und zensiert werden. Statt die Chance neuer Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen, wird alles, was moderner als ein Stück beschriebenes Papier ist verteufelt. Und wenn sie dann mal etwas Gutes vorhaben, scheitert es an den falschen Vorstellungen alter Männer und Frauen. Die wenigen potentiell guten Vorhaben werden völlig übertrieben zu Tode konzeptioniert.
Import von Fachkräften – unsinnige Arbeitsmarktpolitik
Unsere Industrie und Wirtschaft klagen ständig über Fachkräftemangel. Was fällt der Politik ein? Der Import ausländischer Fachkräfte. Dabei wäre es bei unserer Arbeitslosenquote wesentlich geschickter, vorhandene Arbeitskräfte zu qualifizieren oder fortzubilden, um auf die Art mehr fachlich versiertes Personal zur Verfügung zu haben und zeitgleich den Arbeitsmarkt zu entlasten.
Aber dazu müssten Konzepte her, die mit Industrie und Wirtschaft erarbeitet werden müssten. Das ist umständlich, da ist es bequemer, die Greencard zu verteilen.
Was nicht zieht ist das Argument, Qualifizierungen wären zu langwierig, die Fachkräfte würden sofort gebraucht. Schon zu Beginn der rot-grünen Regierung wurde über fehlende Fachkräfte gejammert – das ist jetzt über 12 Jahre her. Wer selbst studiert hat kann sich ausrechnen, was in so einem Zeitraum mit Qualifizierungen und Fortbildungen hätte erreicht werden können.
Die einzigen Qualifizierungen, die unserer Politik seit Beginn der 1980er einfallen sind aber leider nur Massenumschulungen. Da steckt man so lange wahllos Arbeitslose in Umschulungen für einen bestimmten Berufszweig, bis der Markt völlig übersättigt ist und die Leute hinterher trotzdem auf der Straße stehen. Ich habe das Ende der 80er selbst erlebt, als im mich zum Berufskraftfahrer umschulen ließ. Von 28 voll finanzierten Kursteilnehmern arbeiteten ein Jahr später noch zwei als Fahrer. Einer davon war ich. Alle anderen standen auf der Straße, weil sie entweder keinen Job als Fahrer bekamen oder eigentlich nie Fahrer werden wollten und diese Umschulung nur unter Druck machten.
Sinnvoller wären Qualifizierungen, die auch den Interessen und Fähigkeiten der Arbeitnehmer entsprechen. Da habe ich übrigens auch eine nette Anekdote:
Als ich 1998 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr als Fahrer arbeiten konnte, beantragte ich eine Fortbildung im Bereich IT/Onlinemedien, weil ich mich mit beiden Dingen auch als Hobby beschäftigte. Ich wurde nicht mal zum Eignungstest zugelassen. Begründung: "Als LKW-Fahrer sind Sie intellektuell nicht in der Lage, einen Computer zu bedienen."
Ein Jahr später wurde ich, aufgrund meiner privaten Websites, von einer Webagentur eingestellt, ohne mich überhaupt beworben zu haben. Soviel über die fehlende Arbeitsmarktkompetenz, die am Rande gleich noch einige Male Erwähnung findet.
Seilschaften unfähiger Regierungspolitiker
Der nächste Punkt, der mich persönlich sehr ärgert, ist die Tatsache, dass in unseren Regierungen seit vielen Jahren Posten nicht mehr nach Qualifikation, sondern aus "Freundschaftsdienst" vergeben werden. Besonders deutlich sieht man das beispielsweise an Wolfgang Schäuble. Dieser überführte Schwarzgeldkurier war plötzlich Innenminister, weil er, laut Merkel, ja der absolute Experte auf dem Gebiet sei. Was er in der Zeit fabrizierte war allerdings durchweg Murks und brachte der Regierung nicht nur Kritik, sondern auch viel Spott und Häme ein. Jetzt ist Wolfgang Schäuble Finanzminister und Angela Merkel ernennt ihn höchstpersönlich zum Superhirn, denn "...er ist absoluter Experte auf dem Gebiet.". Ähm..., ja...
Durch solche Vorgehensweisen, wie sie übrigens auch mit "Zensursula" von der Leyen praktiziert wurde, sinkt mein Vertrauen in die Politik immer gen Nullpunkt.
Eine elitäre Familienministerin, die weder von Familie noch von Politik etwas versteht
Wer auf die selten dämliche Idee gekommen ist, Kristina Schröder zur Ministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zu machen, der gehört normalerweise wegen Unfähigkeit aus der Politik entfernt und weggesperrt. Überall jammern die Politiker, dass unsere Geburtenrate sinkt und Deutschland irgendwann vergreist und ausstirbt. Und was macht Frau Schröder? Sie will die Geburtenrate noch weiter senken und Arbeitslosen und Geringverdienern das Elterngeld streichen. Kinder sollte man sich leisten können, meint sie. Na ja, sie brauch sich nicht sorgen, sie KANN sich Kinder leisten - sie will nur scheinbar nicht.
Mir fällt spontan eigentlich nur ein Grund für dieses Verhalten ein:
Kristina Schröder arbeitet auf das Aussterben der Deutschen hin und verkauft das Bundesgebiet dann später an Holland.
Außen hui, innen pfui – hauptsächlich im Ausland gut dastehen
Das nächste große Ärgernis ist für mich persönlich das Auftreten unserer Kanzlerin in der internationalen Politik. Wo immer es eine Krise, eine Katastrophe oder eine Staatspleite auftaucht, da springt unsere Kanzlerin sofort auf und preist Deutschland als eins der reichsten Länder, das selbstverständlich sofort mit Milliarden in die Bresche springt. Bei Naturkatastrophen kann ich das verstehen. Menschen, die von Tornados, Zunamis, Erdbeben oder Vulkanausbrüchen betroffen sind, denen soll geholfen werden.
Wenn ich aber sehe, wie Banken sich selbst in die Krise spekulieren, die gesamte Weltwirtschaft mit in diesen Strudel ziehen und hinterher vom Staat aufgefangen und nicht konsequent bestraft werden, dann bekomme ich das kalte Kotzen. Auch die Milliarden für Griechenland, in dem sich übrigens nichts gravierendes geändert hat bis jetzt, nehme ich übel angesichts der Tatsache, dass in Deutschland bei den Ärmsten immer mehr eingespart wird, weil ja kein Geld da ist. Außenpolitisch einen auf dicke Hose machen und innenpolitisch nichts auf die Reihe bekommen, das ist das Bild, welches sich bei mir eingeprägt hat.
Arbeiten bis 67 – nach oben offen
Unsere Politiker sehen keinen anderen Weg, als den Arbeitnehmer bis 67 arbeiten zu lassen, eventuell sogar noch länger. Warum? Weil die Renten nicht mehr sicher sind, weil der Nachwuchs fehlt (den Frau Schröder ja noch weiter reduzieren will). Denkt eigentlich einer von diesen Sesselpupsern mal die unzähligen Handwerker, die oftmals schon mit 60 die Knochen kaputt haben? Welcher Fliesenleger kann mit 67 noch auf den Knien kriechen? Wieviele Metzger zeigen schon mit 60 starke Arthritis und Gicht in den Fingern? Und wer fragt die Bauarbeiter, wie sie mit 67 noch die Leiter hoch kommen? Ich könnte die Liste hier noch über Seiten fortsetzen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube es war der gute, alte Heinz Erhard, der mal ein Gedicht schrieb, das lautet:
Mit Arbeit ist es so auf Erden,
sie kann sehr leicht zum Laster werden.
Du kennst die Blumen nicht, die duften,
du kennst nur ARBEITEN und SCHUFTEN.
So gehn sie hin, die schönsten Jahre,
bis endlich du liegst auf der Bahre.
Und hinter dir, da grinst der Tod,
kaputt geackert, DU IDIOT !!!
sie kann sehr leicht zum Laster werden.
Du kennst die Blumen nicht, die duften,
du kennst nur ARBEITEN und SCHUFTEN.
So gehn sie hin, die schönsten Jahre,
bis endlich du liegst auf der Bahre.
Und hinter dir, da grinst der Tod,
kaputt geackert, DU IDIOT !!!
Darauf wird es wohl hinauslaufen.
Kommen wir jetzt zum letzten Punkt für heute, der mich maßlos aufregt. Dieser Punkt ist ein Mix aus Familien-, Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.
Mama, Papa, macht mich Bildung
Ich weiß, ein völlig falscher Satz. Aber so ähnlich sieht es doch heute aus. Die familiären Bezüge zur Schulbildung der Kinder gehen in zahlreichen Familien heute den Bach runter. Wo Mutti früher das Essen kochte und danach die Hausaufgaben der Kinder kontrollierte, wartet heute, besonders in bildungsschwächeren Familien, mittags der Backofen mit der Tiefkühlpizza und danach sind die Heranwachsenden sich selbst überlassen. Schuld daran ist zum einen die Tatsache, dass in immer mehr Familien mit geringem Verdienst beide Elternteile Vollzeit arbeiten und die Betreuungsmöglichkeiten ab einem gewissen Alter quasi nicht mehr vorhanden sind. Ähnlich verhält es sich bei Alleinerziehenden, die sich teilweise sogar mit zwei Jobs über Wasser halten müssen. Zeit für die Kinder bleibt dann noch am Abend, aber da sind die Eltern dann oft von der Arbeit genervt und mit der Gesamtsituation überlastet.
Ich will jetzt nicht sagen, dass ich Befürworter der "Heimchen am Herd"-Zeit bin, aber ich behaupte mal, dass Kindererziehung Sache der Eltern sein sollte und dass sie gefördert statt bekämpft werden muss.
Heute muss in zahlreichen Familien der PC, die Spielkonsole oder die Straße das Erziehungsmedium vieler Heranwachsender sein. Was darunter leidet ist oftmals nicht nur das Verhalten, sondern auch die schulischen Leistungen der Heranwachsenden. Auf diese Art ziehen wir uns selbst die arbeitslosen Hilfsarbeiter der Zukunft nach.
Familienpolitik muss wieder pro Familie sein und nicht die Suche nach der schnellstmöglichen Art, beide Elternteile oder Alleinerziehende auf Kosten der Kinder in Steuer bringende Tätigkeiten zu pressen.
So, es reicht für heute. Jetzt ist mir schlecht und ich bin wieder sauer. Ich hätte jetzt Lust drauf, im Dunkeln Politiker zu erschrecken, aber die sind in meiner Gegend so rar. Darum gehe ich jetzt Blumen gucken, denn Politik ist böse und Blumen sind schön.
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