Donnerstag, 29. Juli 2010
Bastelarbeiten am Blog
Ich bastel mal wieder etwas rum. Das derzeitige Template passt irgendwie nicht zum Blog.
Mittwoch, 28. Juli 2010
Ich mag die Baseballer vom Handelsblatt
in Vermischtes
um
13:19

Baseball
Was noch weniger Menschen in Deutschland wissen ist, dass Deutschland in diesem Jahr die Baseball Europameisterschaft ausrichtet. Diese EM läuft momentan und wird von fast allen Medien konsequent ignoriert, weil Baseballer einfach keine Lobby besitzen.
Ich selbst habe viele Jahre aktiv Baseball gespielt und war sowohl im Verein als auch im Bundesverband aktiv tätig. In meiner Zeit als Leiter des Breitensportausschusses des Deutschen Baseball und Softball Verbandes hat mich die Dreistigkeit einiger Medien schon sehr überrascht. Auf Anfrage hin wollten die Medien, ohne Witz, doch tatsächlich damals Geld für die Berichterstattung über Länderspiele der deutschen Mannschaft. Da sich ein kleiner Amateurverband (Baseball in Deutschland ist noch kein Profisport) diese Kosten natürlich nicht leisten konnte, wurde auch so gut wie nie über Erfolge oder Misserfolge der Nationalmannschaft berichtet.
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Loveparade - die peinliche Zeit danach
Kurz vorweg: ich werde jetzt nicht jeden Tag etwas Neues über die frischesten Informationen schreiben. Das Mitschwimmen auf der Sensationswelle liegt mir nicht so besonders. Was ich hier heute von mir gebe, ist nur die Essenz dessen, was ich mir aus den Medien so zusammengelesen habe.
Die Geschehnisse bei der Loveparade vom Wochenende sind zweifellos tragisch. Peinlich ist allerdings, was sich jetzt im Nachhinein abspielt. Da haben wir beispielsweise die BILD, die sich wieder einmal von der allerübelsten Seite zeigt und schlecht gemachte Bildmanipulationen als Originalfotos verkaufen will (siehe Bildblog). Als wäre das noch nicht peinlich genug, kriecht auch das "christlich hochheilige Ungetüm" Eva Herman aus einem Loch und verhöhnt die Teilnehmer der Loveparade, als hätten sie es verdient für "ihr schamloses Treiben" (siehe Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer).
Und als wäre das noch nicht genug, werden jetzt Verantwortlichkeiten hin und her geschoben und niemand will die Schuld übernehmen. Veranstalter Schaller schiebt die Schuld auf die Polizei. Die weist alle Vorwürfe von sich und gibt die Vorwürfe an Schaller und die Stadtverwaltung zurück. Oberbürgermeister Sauerland, der kurz nach dem Unglück die Schuld erstmal proforma auf die Raver schob, gibt sich - wahrscheinlich auch aufgrund dieses Fauxpas - bedeckt und scheut die Öffentlichkeit so gut wie möglich. Im Gegenteil, mittlerweile kommen sogar schon Streitigkeiten wegen eventueller Schadensersatzansprüche ans Tageslicht, die den OB nicht gut aussehen lassen (...Duisburg ist pleite...können keinen Schadensersatz zahlen...).
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Die Geschehnisse bei der Loveparade vom Wochenende sind zweifellos tragisch. Peinlich ist allerdings, was sich jetzt im Nachhinein abspielt. Da haben wir beispielsweise die BILD, die sich wieder einmal von der allerübelsten Seite zeigt und schlecht gemachte Bildmanipulationen als Originalfotos verkaufen will (siehe Bildblog). Als wäre das noch nicht peinlich genug, kriecht auch das "christlich hochheilige Ungetüm" Eva Herman aus einem Loch und verhöhnt die Teilnehmer der Loveparade, als hätten sie es verdient für "ihr schamloses Treiben" (siehe Stefan Niggemeier und Thomas Knüwer).
Und als wäre das noch nicht genug, werden jetzt Verantwortlichkeiten hin und her geschoben und niemand will die Schuld übernehmen. Veranstalter Schaller schiebt die Schuld auf die Polizei. Die weist alle Vorwürfe von sich und gibt die Vorwürfe an Schaller und die Stadtverwaltung zurück. Oberbürgermeister Sauerland, der kurz nach dem Unglück die Schuld erstmal proforma auf die Raver schob, gibt sich - wahrscheinlich auch aufgrund dieses Fauxpas - bedeckt und scheut die Öffentlichkeit so gut wie möglich. Im Gegenteil, mittlerweile kommen sogar schon Streitigkeiten wegen eventueller Schadensersatzansprüche ans Tageslicht, die den OB nicht gut aussehen lassen (...Duisburg ist pleite...können keinen Schadensersatz zahlen...).
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Freitag, 23. Juli 2010
Sommerlochthemenversuch: Mediengleichschaltung
in Politisches
um
18:32
Gestern schrieb ich noch darüber, dass jetzt wieder die landespolitischen Tunnelgräber aus ihren Sommerlöchern hervor kriechen, um uns mit allem möglichen Unfug zu beglücken. Nicht genug, wünschte ich mir mal ein anderes Thema, als der permanente Ruf nach einem Verbot der "Killerspiele" oder den endlosen Hetztiraden gegen das Internet.
Wie ich heute bei Thomas Knüwer lesen durfte, macht eine Politikerin diesen Wunsch wahr und fordert eine quasi Gleichschaltung der Medienberichterstattung, zumindest in Sachen Integrationspolitik. Und weil Sommerlochthemen traditionell immer aus Bayern oder Niedersachsen kommen, Bayern aber gestern bereits dran war, kann es sich eigentlich nur um eine niedersächsische Forderung handeln.
Richtig, die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, ist es, die diese Schönschreiberei schlechter Nachrichten fördert.
Etwas Misslungenes schön schreiben? Kommt mir bekannt vor, hatten wir alles schonmal. Etwas merkwürdig ist dagegen die Berichterstattung der Medien auf das Thema. Nur die NWZ zeigt sich geringfügig kritisch. Bei SpOn rudert die Ministerin allerdings schon wieder zurück:
Liebe Frau Özkan, wenn Sie so schnell aufgeben, werden Sie nie ein echter Sommerlochstar. Bitte etwas mehr Mühe und Durchhaltevermögen.
Notiz am Rande:
Auch von der FDP kam der Versuch eines Sommerlochfüllers. Der Abgeordnete Erwin Lotter forderte ein Verbot von Fast-Food für unter 16-jährige. Obwohl in dieser Forderung durchaus Potential für eine unterhaltsame Sommerlochdiskussion steckt, muss Lotter wohl passen, da er sofort von seiner Parteikollegin Christel Happach-Kasan einen verbalen Dämpfer erhielt.
Ich bin weiter gespannt, welches Thema sich durchsetzt und welcher politische Hinterbänkler in diesem Jahr das Rennen macht.
Wie ich heute bei Thomas Knüwer lesen durfte, macht eine Politikerin diesen Wunsch wahr und fordert eine quasi Gleichschaltung der Medienberichterstattung, zumindest in Sachen Integrationspolitik. Und weil Sommerlochthemen traditionell immer aus Bayern oder Niedersachsen kommen, Bayern aber gestern bereits dran war, kann es sich eigentlich nur um eine niedersächsische Forderung handeln.
Richtig, die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, ist es, die diese Schönschreiberei schlechter Nachrichten fördert.
Etwas Misslungenes schön schreiben? Kommt mir bekannt vor, hatten wir alles schonmal. Etwas merkwürdig ist dagegen die Berichterstattung der Medien auf das Thema. Nur die NWZ zeigt sich geringfügig kritisch. Bei SpOn rudert die Ministerin allerdings schon wieder zurück:
Das Sozialministerium versucht nun, die empörten Medien zu beruhigen. Der bisherige Text sei nur ein Entwurf gewesen, sagte Özkan. "Die Charta war und ist als eine erste mögliche Diskussionsgrundlage gedacht." Eine dazugehörige Mail an Journalisten habe aber nicht deutlich gemacht, dass es sich um einen Entwurf handeln sollte. "Insofern verstehe ich die Irritation und möchte klarstellen: Nichts liegt mir ferner, als die Unabhängigkeit der Medien in irgendeiner Form zu berühren", sagte Özkan.
Liebe Frau Özkan, wenn Sie so schnell aufgeben, werden Sie nie ein echter Sommerlochstar. Bitte etwas mehr Mühe und Durchhaltevermögen.
Notiz am Rande:
Auch von der FDP kam der Versuch eines Sommerlochfüllers. Der Abgeordnete Erwin Lotter forderte ein Verbot von Fast-Food für unter 16-jährige. Obwohl in dieser Forderung durchaus Potential für eine unterhaltsame Sommerlochdiskussion steckt, muss Lotter wohl passen, da er sofort von seiner Parteikollegin Christel Happach-Kasan einen verbalen Dämpfer erhielt.
Ich bin weiter gespannt, welches Thema sich durchsetzt und welcher politische Hinterbänkler in diesem Jahr das Rennen macht.
Donnerstag, 22. Juli 2010
Jetzt kriechen sie wieder aus ihren (Sommer-)Löchern
in Politisches
um
21:14
Die Bundeskanzlerin hat die Sommerpause eingeleitet und die Parteivorstände und der Bundestag ziehen sich in die unverdienten Ferien zurück, da trauen sich die Trolle der Politik wieder aus ihren landespolitischen Sommerlöchern, um uns mit abstrusen Gedankengängen und unsinnigen Ideen zu amüsieren. Zumeist kommen diese politischen Trolle aus den Reihen der Innen- und Justizminister und brauchen diese Zeit, um ihren erzkonservativen Überdruck endlich raus zu lassen und ihre 15 Minuten Ruhm zu ernten, die sie einmal im Jahr vielleicht erreichen können.
Den Auftakt macht in diesem Jahr die bayerische Justizministerin Beate Merk, die es tatsächlich schafft, den abstrusen Zusammenhang zwischen jugendlichen Sexualstraftätern und gewalthaltigen Computerspielen herzustellen. Dabei vergisst sie natürlich nicht, auch der FDP mächtig was auf die Mütze zu geben und ihr eine Mitschuld zu geben. Und das gerade einen Tag, nachdem die Bundeskanzlerin verkündete, die schwarz-gelben Streitereien wären Vergangenheit. Ob sie sich bereits freut, nach dem Urlaub erneut Schadensbegrenzung üben zu müssen?
Nach diesem gelungenen Auftakt des Sommertheaters bin ich schon auf weitere Protagonisten und Akte gespannt.
Als nächstes erwarte ich die großen und erfolgreichen Sommerlochfüller Beckstein und Schünemann, zunächst im Duett und dann eventuell wieder mit unterhaltsamen Soloeinlagen. Schade nur, dass sich selbst nach 6 Jahren fruchtloser Diskussion immer noch kein neues Sommerlochthema gefunden hat. Immer nur "die bösen Killerspiele" und "das böse Internet" macht mittlerweile selbst das Sommerloch langweilig.
Darum empfehle ich dieses Jahr mal das Thema: "Das böse Sommerloch muss weg - es verdirbt unsere Politiker".
Den Auftakt macht in diesem Jahr die bayerische Justizministerin Beate Merk, die es tatsächlich schafft, den abstrusen Zusammenhang zwischen jugendlichen Sexualstraftätern und gewalthaltigen Computerspielen herzustellen. Dabei vergisst sie natürlich nicht, auch der FDP mächtig was auf die Mütze zu geben und ihr eine Mitschuld zu geben. Und das gerade einen Tag, nachdem die Bundeskanzlerin verkündete, die schwarz-gelben Streitereien wären Vergangenheit. Ob sie sich bereits freut, nach dem Urlaub erneut Schadensbegrenzung üben zu müssen?
Nach diesem gelungenen Auftakt des Sommertheaters bin ich schon auf weitere Protagonisten und Akte gespannt.
Als nächstes erwarte ich die großen und erfolgreichen Sommerlochfüller Beckstein und Schünemann, zunächst im Duett und dann eventuell wieder mit unterhaltsamen Soloeinlagen. Schade nur, dass sich selbst nach 6 Jahren fruchtloser Diskussion immer noch kein neues Sommerlochthema gefunden hat. Immer nur "die bösen Killerspiele" und "das böse Internet" macht mittlerweile selbst das Sommerloch langweilig.
Darum empfehle ich dieses Jahr mal das Thema: "Das böse Sommerloch muss weg - es verdirbt unsere Politiker".
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